DJM 2025: Zweiter Tag begeistert mit Dressur und Springreiten auf höchstem Niveau
Früh am Morgen fiel der Startschuss für den zweiten Turniertag der Deutschen Jugendmeisterschaften (DJM) in der Aachener Soers – und erneut zeigten die Nachwuchstalente auf beeindruckende Weise, warum die Zukunft des deutschen Pferdesports in besten Händen ist.
Den Auftakt machten die Jungen Reiter in der consteed Tour auf Dressurplatz 2. Schon in ihrer ersten Wertungsprüfung wurde deutlich: Hier ist eine Generation am Start, die im Idealfall nicht nur von der DJM, sondern auch vom großen Viereck des CHIO Aachen träumen darf. Am Ende setzte sich das 22. Starterpaar durch: Nele Klaus aus Berlin-Brandenburg und ihr Bonfire präsentierten sich in glänzender Form und ließen mit 72,079% keinen Zweifel an ihrer Klasse. Dicht auf den Fersen folgte Capri-Marie Raum aus Bayern, die mit ihrem Blickfang HC zum Hingucker im Viereck wurde und sportlich zu überzeugen wusste. Mit 71,079% verpasste die ehemalige Teilnehmerin des CHIO Aachen CAMPUS Exzellenz-Programms zwar den Sieg, konnte sich aber in eine gute Ausgangsposition für die finalen Tage bringen. Das Podium komplettierte Josephine Ruppert, ebenfalls aus Bayern, die mit ihrer Stute DSP Bella Donna ein Ergebnis von 70,658% erreichte.
Hochklassigen Nachwuchssport erlebten auch die Zuschauer im großen Stadion direkt nebenan, das bei der DJM als Dressurplatz 1 dient. Im Bundesnachwuchschampionat Pferd, dem Liselott-Rheinberger-Nachwuchsförderpreis, setzte Lilli von Helldorff aus Hannover mit ihrem Fürst Rico gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen: Mit beeindruckenden 80,375% ließ die amtierende Landes-Ponymeisterin der Konkurrenz keine Chance. Isabella Lehnert aus Bremen und ihre Queen for Dance belegten mit 78,475% den zweiten Rang, gefolgt von Marielle Engelmeyer aus Weser-Ems auf Ferguston mit 77,775%.
Es folgten die Junioren in der CPA Lichtkonzepte Tour. Hier sorgten Julie Sofie Schmitz-Heinen und ihre Stute First Date OLD für einen Start-Ziel-Sieg: Als erstes Paar ins Viereck gegangen, setzten sie mit 73,054% eine Bestmarke, an der sich alle weiteren Starterinnen und Starter die Zähne ausbissen. „Ich bin so stolz auf uns, damit hätte ich wirklich nicht gerechnet“, so die über beide Ohren strahlende 18-Jährige. Clara Kohoutek aus Baden-Württemberg und Dark Dancer sicherten sich mit 71,595% Rang zwei, Viktoria von Braunmühl aus Westfalen und DSP First Class folgten mit 71,432% auf Platz drei.
Den Abschluss des Dressurtages markierten die Ponyreiter mit der zweiten Wertungsprüfung in der Kies- und Sand-Tour. Dabei scheint einem Paar das Rampenlicht der DJM ganz besonders zu liegen: Madlin Tillmann und Mister Prime Time. Die Lokalmatadorin und ihr neunjähriger Wallach waren wie schon am ersten Tag nicht zu schlagen und sind in Aachen aktuell das Maß aller Dinge im Ponylager. Mit herausragenden 76,537% lag das Duo am Ende unangefochten an der Spitze. Auch auf den Plätzen zwei und drei blieb die Reihenfolge unverändert zur ersten Wertungsprüfung: Die Rheinländerin Leni-Sophie Gosmann und Diamantini EA WE sicherten sich mit 75,171% Rang zwei, gefolgt von der Westfälin Hannah Charlotte Isbruch und Dabia Dior NRW, die mit 74,073% den dritten Platz belegten.
Auch die Springreiter sorgten für packenden Sport und große Emotionen. Die Children eröffneten mit ihrer ersten Wertungsprüfung in der HAVENS Pferdefutter-Tour den Tag. Wie schon in der Dressur stellten auch hier die Jüngsten aus Hannover ihr Können unter Beweis: Eske Biermann und ihr 15-jähriger Hengst Quineiro lieferten in 68,30 Sekunden den schnellsten fehlerfreien Ritt des Feldes. Nur knapp dahinter platzierte sich Amy Carlotta Reinfandt aus Schleswig-Holstein auf Lydago (69,42 Sekunden), gefolgt von der Westfälin Luisa Charlotte Brocks auf Cordijana 4 (69,77 Sekunden).
Für einen besonderen Moment sorgte Brianne Beerbaum – ebenfalls vom Landesverband Hannover. Einen Tag, nachdem sie gemeinsam mit ihrer Mutter Meredith Michaels-Beerbaum – der Siegerin des Rolex Grand Prix beim CHIO Aachen 2005 – andächtig vor der legendären Siegertafel des Weltfests des Pferdesports stand, triumphierte die 15-Jährige zunächst auf ihrer Stute Sucato mit der schnellsten fehlerfreien Runde (74,38 Sekunden) in der ersten Wertungsprüfung der Ponys, der NetAachen-Tour. Malte Merschformann aus Westfalen auf Hiroshima de Feyele (74,81 Sekunden) und Laura Hertz-Eichenrode (Hannover) auf Casper (75,52 Sekunden) komplettierten das Podium. „Ich freue mich so sehr, hier in Aachen bei der DJM am Start zu sein, und der Auftakt bei den Ponys war natürlich super“, strahlte Beerbaum, ehe sie sich am Nachmittag noch über eine ganz besondere Ehre freuen durfte: Sie erhielt das Goldene Reitabzeichen – herzlichen Glückwunsch!
Auch in der zweiten Wertungsprüfung der Junioren, der RF-Horsemotors Tour, war Brianne Beerbaum vertreten. Hier reichte es am Ende zu Platz zwölf – erneut mit einer fehlerfreien Runde. Der Sieg aber blieb aber auch diesmal in Hannover: Nach Rang drei bei den Ponys setzte sich Laura Hertz-Eichenrode auf Davita FRH in 70,02 Sekunden an die Spitze des Klassements. Hauchdünn dahinter, mit nur vier Hundertstelsekunden Rückstand, folgte der Westfale Jeremy Hein auf Bellinis Bärbel. Platz drei ging an Lilli Ladwig aus Berlin-Brandenburg auf Duke of Ice (70,51 Sekunden).
Auch am zweiten Tag der DJM wurde deutlich: Die Aachener Soers ist einmal mehr Bühne für die Stars von morgen – und die Zuschauer dürfen sich auf weitere sportliche Highlights freuen.
